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Bierverkostung am 16.05.19 in der Craftbeer Corner Coeln

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     1.   Wit von Markus K.
 
Markus machte den Anfang mit einem belgischen Wit, das er zum ersten Mal braute. Bei der Münsteraner Brauschau stellte er das Bier aus. Die Maische bestand aus 45% Weizenrohfrucht. Beim Kochen kamen Koriander und Orangenschalen dazu. Vergoren wurde das Bier mit der K-97. Es schmeckte sehr frisch, im Antrunk fruchtig und Wit-typisch leicht pfeffrig im Abgang. Ein schönes Bier für warme Sommertage.

 

 

     2.  Weizen von Philipp

Philipp brachte uns ein sehr frisches Weizen nach amerikanischer Brauart mit, welches er mit 30 Maracujas und 500g Himbeern auf 30 l stopfte. Im Geruch kamen die Maracujas sehr gut durch. Im Nachklang trugen die Himbeeren ihren Teil zum Geschmack bei. Es war nicht zu säuerlich. Somit war es ebenfalls ein wunderbares Bier für den Sommer.

     3.  Altbier von Rolf
 
Rolfs Altbier bestand aus 50% Münchner, gerösteten Haferflocken, Caramalzen und 1,5% dunklen Malzen. Außerdem gab Rolf noch ein wenig Gagel und Muscovado Zucker hinzu. Gebittert wurde mit Tettnanger, fürs Aroma kam Mosaic und Cascade als Anlehnung an das Schuhmacher Alt zum Einsatz. Das Bier war sehr stilecht, rund und malzbetont süß. Wirklich gelungen.
 
     4.  Dunkles Weizen von Sascha
 
Sascha präsentierte uns ein dunkles Weizen. In der Schüttung, die zur Hälfte aus Weizenmalz bestand, befanden sich außerdem noch Sauermalz, um die Restalkalität zu senken, und etwas Carafa II. Vergoren wurde typisch mit der 3068 auf etwa 5,0 % Alkohol. Das Bier schmeckte sehr ausgewogen, süffig, mit leichten Bananen Aromen. Schlicht weg ein tolles, dunkles Weizen.

     5.  Milk-Stout von Sebastian

Sebastian machte mit einem Milk-Stout weiter, das nach dem Rezept Namens „Sweet Dream“ von maischemalzundmehr.de, gebraut wurde. Beim Kochen kamen 30 g/l Milchzucker hinzu, um es zu versüßen. Dies ist ihm sehr gelungen. Der leichte Röstgeschmack wurde durch eine prägnante Süße abgelöst. Ein sehr gelungenes Bier.

     6.  NEIPA von Heiko

Um den Abschluss dieser Verkostungsrunde zu finden, gab es noch ein IPA im New England Style. In der Schüttung kamen 15% Haferflocken und 10% Weizenmalz hinzu. Als Hopfen benutzte Heiko 100% Southern Passion aus Süd Afrika. Während der Hauptgärung wurde mit 6 g/l, und im Keg noch einmal mit 12 g/l gestopft. So kamen tropische Aromen wie Maracuja und Melone sehr gut durch. Durch die große Menge an Kalthopfen, wurde es aber deutlich bitterer, als erwartet. Mittlerweile hat sich das Bier schon recht gut geklärt, so dass es von der Erscheinung her eher an ein Double IPA erinnert. Bei der Münsteraner Brauschau erreichte es Platz 13. Da es das bitterste Bier des Abends war, fand die Runde so einen eindrucksvollen Abschluss.

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Teilnahme an der 7. Münsteraner Brauschau

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Am Samstag, dem 11.05.2019, nahm eine kleine Delegation der Kölner Bierhistoriker an der 7. Brauschau in Münster teil. Viele teilnehmende Hobbybrauer kamen aus dem Münsterland und Ruhrgebiet, so dass wir die weiteste Anreise für uns verzeichnen konnten. 

Für die rund 300 Gäste gab es etwa 70 verschiedene Biere zu probieren. An unserem Stand freuten sich die Besucher über ein Belgisches Witbier, das mit Orangendeko serviert wurde, über ein malzsüßes Red Lager und ein fruchtiges New England IPA. Den während der Veranstaltung laufenden Wettbewerb, für den die Gäste als Juri fungierten, entschieden die Hobbybrauer „Duesbräu“ mit einem Imperial Stout für sich.

Während der Veranstaltung nutzen die Gäste die Zeit, viel über das Thema Bier zu erfahren und zu lernen. Es war, sowohl für die Gäste, als auch für die Aussteller, wie immer eine gelungene Veranstaltung. Unser großes Dankeschön geht an die Organisatoren der Braufreunde Münster.

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2. Vereinstreffen der Kölner Bierhistoriker

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Am 03.05.2019 trafen sich die Kölner Bierhistoriker in der Craftbeer Corner um ihr zweites Vereinstreffen abzuhalten. Wie auch beim letzten Treffen ging es inhaltlich um die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen wie der Brauschau in Münster (11. Mai) und dem Craft Beer Festival Cologne (25.&26. Mai). Im Detail ging es um Gestaltung der Ausstellerstände und die Beschaffung der dafür benötigten Materialien. Ferner ging es um eine grobe Jahresplanung für 2020. Außerdem wurden heimgebraute Biere verkostet.

1. Kölsch von Philipp

Philipp machte den Anfang mit einem Kölsch, für das er zum ersten Mal ein eigenes Rezept entwickelte. Er hielt sich an die Stilvorgaben von 11,9 °P und 5,1 % Alkohol. Vergoren wurde es mit der Wyeast Kölsch Hefe. Es wurde etwas untypisch mit Nelson Souvin gehopft, wies dadurch aber ein angenehm fruchtiges Aroma auf. Ein schönes Bier für den Einstieg.

2. Pale Ale von Philipp

Mit Philipps zweitem Bier läuteten wir auch direkt die Pale Ale-Runde, denn von diesem Bierstil sollten noch einige folgen. Sein Pale Ale braute er nur mit dem El Dorado Hopfen aus den USA und stopfte das Bier auch mit diesem 4 g/l. Es roch interessant nach Mandarine, schmeckte etwas nach Minze oder salbei-ähnlich. Für einen Tester wies es auch ein wenig Diacetyl auf. Insgesamt ein schönes Bier für warme Sommertage.

3. Pale Ale von Oliver

Oliver braut noch nicht sehr lange auf seiner Anlage und nutzte diesen Sud, um seinen Brauprozess besser einzustellen. Sein Bier stellte er auf 13 °P und 27 IBU ein. Der Comet Hopfen kam auch im Whirlpool zum Einsatz. Der optische Eindruck war schön klar, mit beständiger Schaumkrone. Im Geschmack wies es leider einen metallischen oder pflasterartigen Fehlgeschmack auf, dessen Ursprung wir auch durch intensives Forschen nicht feststellen konnten. Der Geschmack war aber sicher eine Ausnahme. Nur weiter so, Oliver!

4. Pale Ale von Nina

Nina präsentierte uns ihr erstes Bier auf ihrer selbstgebauten Anlage, die sie in ihrer Waschküche aufgestellt hat. Bereits im November 2018 gebraut, wies das Bier heute noch ein angenehm malziges Aroma auf. Der Hopfengeruch war leider schon fast verflogen. Es schmeckte außerdem aufgrund der Lagerung ganz leicht oxidiert. Es war ein gutes, rein vergorenes Bier mit einer guten Drinkability.

5. Pale Ale von Heiko

Ein Pale Ale, welches Heiko mit Mosaic bitterte und die Hopfen Styrian Caleia und Kolibri für das Aroma einsetzte. Während der Hauptgärung stopfte Heiko es mit jeweils 3 g/l der Aromahopfen. Daher roch es angenehm fruchtig nach Ananas und Maracuja. Im Geschmack kamen leichte grasige Noten durch, die allerdings nicht als störend empfunden wurden. Im Abgang war es recht trocken. Vergoren wurde mit der WLP001. Durchaus ein schön fruchtiges Sommergetränk.

6. Red Ale von Ricardo

Ricardo braute dieses Bier mit vollentsalztem Wasser, welches er dann wie gewünscht wieder aufsalzte. Die Schüttung aus halb Pale Ale Malz und halb Red X lies das Bier schön rötlich erscheinen. Die Wyeast 1084 Irish Red legte schon nach drei Stunden mit der Gäraktivität im Unitank los. Das Bier wies etwas zu wenig Kohlensäure auf, schmeckte aber angenehm malzig mit einer ausgewogenen Bittere und einem reinen Vergärungsprofil. Wir sind gespannt, wie es auf dem Craft Beer Festival Cologne in Mühlheim ankommen wird.

7. Red Ale II von Ricardo

Zum Test präsentierte uns Ricardo das zuvor getrunkene Red Ale noch einmal ohne die Tester einzuweihen, was er bei diesen Flaschen verändert hatte. Beim Abfüllen aus seinem Unitank ließ er das Bier durch 22 g Mosaic fließen. Die Tester waren sich einig, dass das Bier dadurch einen runderen, fruchtigeren Geschmack bekam und nicht so süße wirkte. Kleiner Einsatz – große Wirkung!

8. Brown Ale von Nina

Nina brachte uns noch ein Brown Ale mit, welches sie ebenfalls im November 2018 braute. Es erschien eher rötlich als braun, war aber sehr gut geklärt und besaß eine schöne Schaumkrone. Der Geruch erinnerte stark an Honig, obwohl dieser nicht zum Einsatz kam. Der Geschmack lässt sich möglicherweise durch die prägnante Malzsüße in Verbindung mit dem Hopfen Perle assoziieren. Wirklich ein gelungenes Bier, dem die Lagerung gutgetan hat.

9. Scotch Ale (80 Schilling) von Sebastian

Da Sebastian ab und zu Whiskytastings für Freunde anbietet, braute er ein leichtes Bier, welches man zwischen den Whiskyverkostungen trinken kann. Hierzu verwendete er Golden Promis, Pale Ale Malz und Röstgerste. So entstand ein leichtes Bier mit 4,4 %, welches wirklich rund schmeckte und trotz der leicht torfig-rauchigen Note eine gute Drinkability aufwies.

10. Cider von Sebastian

Weiter ging es mit einem Cider-Experiment von Sebastian. Nachdem er ein Wiess gebraut hatte, gab er 14 Liter naturtrüben Apfelsaft auf den Hefe-Bodensatz. Durch die wieder aktiv werdende Hefe, vergor sie den Saft auf 5,5 % Alkohol. Damit es nicht zu sauer wurde, gab er 340g Birkenzucker hinzu. Mit Citra wurde kaltgehopft, um ein leichtes Hopfenaroma zu erzeugen. Der Cider schmeckte sehr frisch nach Apfel und sehr süß. Sebastian gab den Tipp, solch ein Getränk lange lagern zu lassen, damit de Aromen sich besser einfügen. Wirklich ein tolles Ergebnis für dieses Experiment.

11. American IPA von Markus

Markus K. beendete die Runde mit seinem American IPA aus Februar. Die US-Hopfen Chinook, Centennial und Amarillo verliehen dem Bier ein angenehmes Aroma. Die angesetzten 70 IBU merkte man stark, passte aber im Gesamtbild gut zu den rund 7,5 % Alkohol. Außerdem wies es eine leichte Restsüße auf, die durchaus passend erschien. Nach der Verkostungsrunde mit eher leichten Bieren war dies wirklich ein starker Abschluss.

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Bierverkostung am 11.04.2019 im Maria Eet Café

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1. Pale Ale von Ricardo

Ricardo machte den Anfang mit seinem ersten Sud, welchen er im neuen Unitank unter Druck vergoren hat. Außerdem verwendete er zum ersten Mal vollentsalztes Wasser, welches er dann wiederum nach seinen Wünschen aufsalzte. Fürs Aroma benutzte Ricardo Callista, Cascade und El Dorado. Das Bier roch angenehm nach Malz und ein wenig frischer Hefe. Die erhofften Fruchtaromen durch den amerikanischen Hopfen blieben leider aus. Alles in Allem brachte das Bier eine gute drinkability mit und macht Lust auf Sommer.

 

2. Himbeer-Wit von Sascha

Sascha machte mit einem Wit-Bier weiter, dass er nach der Gärung mit Himbeeren stopfte. Daher wies es eine schöne pinke Farbe auf. Außerdem kamen noch zwei Tonkabohnen auf 20 l mit in die Gärung, um ein leichtes Vanillearoma zu erzeugen. Das Bier schmeckte sehr frisch, rund und für wärmere Tage ein sehr gut trinkbares und erfrischendes Getränk.

 

3. NEIPA von Sascha

Sascha machte mit seinem „Neu Ehrenfeld IPA“ weiter. Es wies eine klassische, helle Farbe mit signifikanter Trübung durch die Haferflocken in der Schüttung auf. Die Hopfen Cascade, Simcoe, Amarillo und Huell Melon verliehen dem Bier einen wunderbaren Geruch nach tropischen Früchten wie Ananas und Melone. Im Geschmack kamen auch einige grasige Aromen durch. Für den ersten Versuch ein wirklich gelungenes Exemplar dieses Recht schwierigen Bierstils.

 

4. „Rotes“ von den Braubrüdern

Goddert brachte uns das erste untergärige Bier von den Braubrüdern mit, welches sie im Dezember im Wintergarten vergoren hatten. Der Name „Rotes“ rührte von der Farbe her. Das Bier erinnerte an ein Altbier, war gut trinkbar und sehr rund.

 

5. Stout von den Braubrüdern

Weiter ging es mit einem Stout der Braubrüder. Das Ziel war es bei diesem Sud, 100 EBC zu erreichen, was ihnen auf jeden Fall gelang. Außerdem musste laut Goddert ein wenig das Malzlager aufgeräumt werden. Das Bier schmeckte mit 5,5 % Alkohol stiltypisch röstig, mit einer angenehmen Bittere und war trocken im Abgang.

 

6. Weizenbock von Sebastian

Sebastian brachte uns einen Weizenbock mit, den er für den Wettbewerb auf der HBCon in Romrod gebraut hatte. Um das Bier ein wenig interessanter zu machen, stopfte er es leicht mit 1-1,5 g/l Mosaic. Diese Aromen schlugen in der Nase aber sehr stark durch, so dass das Bier eher an ein Weizen-IPA erinnerte. In Romrod konnte es leider auch nicht viele Punkte erreichen, da es den Stil verfehlte. Ein leckeres Bier, das auch zum weitertrinken anregte, war es dennoch.

 

7. CWDB von Heiko

Zu guter Letzt tranken wir noch einen Champagnerweizen Doppelbock, welchen Heiko für die Hochzeit seiner Schwester braute. Der Sud wurde zu 2/3 mit der Mauribrew Weiss und 1/3 mit einer Champagnerhefe vergoren. Um es ausgären zu lassen, wurden die Sude nach einigen Tagen wieder zusammengeführt. So erreichte das Bier 9 % Alkohol, ein tolles Bananenaroma und einen runden, trockenen Abgang. Ein tolles Bier für einen feierlichen Anlass, das man nicht unterschätzen sollte.

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Teilnahme der Kölner Bierhistoriker bei der ersten Heimbrauconvention auf Schloss Romrod

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Am 08. – 10. März 2019 fand die erste Heimbrauconvention auf Schloss Romrod statt. Die Veranstaltung wurde durch Organisatoren und Mitgliedern des Hobbybrauerforums (www.hobbybrauer.de) organisiert. Die Kölner Bierhistoriker reisten mit einer kleinen Delegation von Mitgliedern an, um an den verschiedensten Rahmenprogrammpunkten teilzunehmen.

Am Freitagabend präsentierten Brauvereine und Braugruppen dem Publikum eine Vielzahl an heimgebrauten Bieren. Die Kölner Bierhistoriker brachten sechs verschiedene Bier von Pils, über IPA, bis hin zu einem Sauerbier, dem Flanders Red, mit.  Es war ein gelungener Auftakt für dieses Wochenende.

Am Samstag wurden die eingereichten Biere für den Wettbewerb in den Kategorien Deutsches Pils, American IPA, Weizenbock und Sauerbier nach BJCP Kriterien verkostet. Durch das im Januar absolvierte BJCP-Examen einiger Mitglieder unseres Vereins, waren wir berechtigt, als Juroren bei diesem Brauwettbewerb mitzuwirken.

Am Samstagnachmittag konnten Seminare zu verschiedensten Themen besucht werden. Außerdem stellten sich  Firmen rund um das Thema Heimbrauen auf einer Messe im Bürgerhaus Romrod vor.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Teilnehmer dann erneut, um die Siegerehrung des Brauwettbewerbs abzuwarten. Unser Mitglied Bodo (rechts im Bild) trat mehrmals an diesem Wochenende als Moderator auf und leitete verschiedenste organisatorische Dinge.

Die wirklich gelungene Veranstaltung bleibt uns somit gut in Erinnerung und wir freuen uns als Verein auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Ein riesiges Dankeschön geht daher an die Organisatoren und den Veranstaltern!

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1. Vereinstreffen der Kölner Bierhistoriker

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Die Kölner Bierhistoriker trafen sich am 25.02.2019 in der Craftbeer Corner um ihr erstes Vereinstreffen abzuhalten. Es wurden Themen wie die Teilnahme und Repräsentation des Vereins an verschiedenen Veranstaltungen wie der Heimbrauconvention in Romrod (08.-10. März), Brauschau in Münster (11. Mai) und dem Craft Beer Festival Cologne (25.&26. Mai) besprochen. Ferner ging es um die Bestellung diverser Werbeartikel. Außerdem wurden heimgebraute Biere verkostet und anhand der BJCP-Scoresheets bewertet.

Deutsches Pils von Markus K.

Markus machte mit seinem ersten untergärigem Bier den Anfang. Er hat das Pils für den Wettbewerb in Romrod gebraut. Uns dieses Bier zu präsentieren war aber kein Problem, da keiner der Anwesenden in Romrod die Stile bewerten wird, die hier verkostet wurden. Die klare, helle Farbe und der weiße Schaum fielen den Testern sehr positiv auf. Auch im Geruch und Geschmack war das Bier sehr nah an einem guten Beispiel für diesen Bierstil. Es roch sehr leicht nach DMS, schmeckte angenehm malzig und hatte im Abgang eine merkliche Bittere, die stiltypisch ist. Wir hoffen, dass es in Romrod ähnlich gut bewertet wird!

American IPA von Ricardo

Ricardo brachte uns drei verschiedene Varianten seines Amerikanischen IPAs mit, welches er ebenfalls für den Wettbewerb in Romrod gebraut hat. Die erste Version stopfte er mit 5 g/l Simcoe und Amarillo. Die dadurch entstehenden Hopfenaromen fanden sich gut im Geruch wieder. Es roch allerdings auch ein wenig grasig. Das Bier an sich war sauber vergoren und wies eine gute Schaumstabilität und Farbe auf.

Die zweite Variante wurde zusätzlich zur ersten noch mal mit 6 g/l Amarillo kaltgehopft. Die blumigen Noten des Hopfens kamen daher sehr stark durch. Dadurch entstand außerdem ein cremigeres Mundgefühl. Einige Trinker fanden die erste Variante etwas gelungener.

Die dritte Variante bestand ebenfalls aus der ersten und wurde zusätzlich mit 6 g/l Callista gestopft. Dieses Bier roch dadurch leicht nach Erdbeere. Der blumige Geschmack des Amarillo kam dann beim trinken wiederum gut durch. Am Ende wurde abgestimmt. Die meisten wählten die erste Variante als bester Repräsentant des Stils. Wir sind gespannt, wie es in Romrod abschneiden wird.

Maronen-Chocolate Stout von Volker

Volker präsentierte uns sein im Dezember 2017 gebrautes Stout, welches mit 3 kg Maronen auf 50 l Bier und mehreren Röstmalzen eingemaischt wurde. Die Optik war wirklich gut. Es war lichtundurchlässig und hatte eine schön beständige, cremefarbene Schaumkrone. Im Geruch roch es schokoladig und ein wenig pfeffrig. Im Geschmack war es komplex, schokoladig und schön trocken im Abgang. Die Maronen trugen allerdings neben dem komplexeren Mundgefühl nicht geschmacklich zum Bier bei. Ein gelungenes Experiment!

Belgisches Dubbel von Volker

Volker beendete die Testrunde mit einem Belgischen Dubbel. Es roch schön malzig und leicht alkoholisch. Einige Esteraromen mehr hätten es sein dürfen. Die Farbe war stilecht dunkelbraun mit rötlichen Highlights. Im Geschmack stach ein wenig Alkohol hervor, der sich bei diesem jungen Bier eventuell noch in das Gesamtgefüge einbinden muss. Alles in allem war es aber ein gutes Bier für diese noch kalte Jahreszeit.

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Bierverkostung am 13.02.2019 in der Braustelle

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Heicardo Hell von den Braubrüdern

Die Braubrüder sind Oliver Engfeld, Goddart Gothe und Paul von Haehling aus Nippes und Mauenheim. Sie besuchten zum ersten Mal den Kölner Hobbybrauer-Stammtisch. Zum Auftakt gab es ein Wiess, nach dem Heicardo Hell Rezept von maischmalzundmehr.de. Dieses noch sehr junge Bier sah schön aus, hatte viel Frucht im Geruch und schmeckte auch sehr fruchtig. Esternoten waren durch die frische K-97 noch vorhanden. Wenn sich diese noch legen wird es sicher ein schönes Bier.

Weiter machten die Braubrüder dann mit einem Böhmischen Pils. Dieses sah stilecht aus, hatte einen schönen Schaum und war schön geklärt. Goddert wendete zum ersten Mal das Zweimaischverfahren an. Dieses verlieh dem Bier einen schönen Malzkörper. Der Geruch war typisch grasig und erinnerte an Pilsner Urquell. Wirklich ein gelungenes Bier.

Weil zwei Biere nicht genug sind, brachten uns die Braubrüder noch ein drittes mit. Dies war ebenfalls das Wiess nach Heicardo, allerdings mit Cascade kaltgehopft und mit der S-33 vergoren. Daher kamen leichte schweflige Aromen durch. Die gestopften Aromen kamen im Geruch und im Geschmack gut durch. Auch die Bittere war etwas ausgeprägter. Hut ab für die guten Biere!

Ingwerbier von Jan-Luca

Ebenfalls ein Neuzugang zum Stammtisch. Herzlich Willkommen Jan-Luca! Sein erstes Bier war ein Ingwerbier, welches er im Oktober braute und uns gleich mitbrachte. Zum Kochende gab Jan-Luca viele frische Ingwerscheiben dazu. Im Geruch kam der Ingwer gut durch, allerdings schwebten neben Diesem auch leicht brennende und medizinisch-riechende Noten mit. Dennoch ein schönes Experiment, welches sich auszureifen lohnt.

Jan-Luca brachte uns auch noch ein Weihnachtsbier mit. Er wählte ein einfaches Rezept mit Pilsener Malz und leichten Hopfengaben und gab beim Kochen Zimt, Cardamon und Nelken dazu. Die Gewürze waren gut eingebunden, auch wenn die Nelke etwas hervorstach. Ein schönes Bier für die kalte Jahreszeit.

Weizen von Theo

Theo brachte uns ein frisches Weizen mit. Jeweils 50 % Pilsner- und Weizenmalz verweilten 70 min bei 69°C in der Maische. Die Wheat&Fruit der Brauwerkstatt vergor die Würze bei 17°C. Die Nachgärung schien noch nicht ganz durch zu sein, so dass das Bier sehr schwach karbonisiert war. Daher fehlte auch die Frische, die es mitbringen sollte. Einige Tester bewerteten es scherzhaft als gutes „Englisches Ale“.

Pils von Heiko

Ein Pils, das Heiko nach deutscher Brauart für den Hobbybrauerwettbewerb in Romrod braute. Leider war auch dieses Bier noch nicht durch die Nachgärung, so dass es wenig karbonisiert war und unpassend süß schmeckte. Die Farbe passte jedenfalls schon mal. Die Zeit wird es sicher noch besser reifen.

Maronenbier von Markus

Markus erstes Rezept, das er selbst entwickelte, nachdem er in Kroatien ein ähnliches getrunken hatte. Er brachte dieses Bier schon einmal zum Stammtisch mit. Damals kam die Marone schon nicht besonders stark durch, obwohl er sehr viel davon verwendete und diese aufwendig röstete. Durch eine Schüttung, die aus 100 % Caramalzen bestand, schmeckte es in Verbindung mit den Maronen und der Lagerung sehr nach Honig. Von daher ein wirklich gelungenes Bier.

American IPA von Ricardo

Ricardos IPA war auch noch sehr frisch und wurde ebenfalls für den Hobbybrauerwettbewerb auf der HBCon in Romrod gebraut. Hierfür verwendete er die Hopfensorten Amarillo, Simcoe und Cascade. Auch gestopft wurde bereits. Somit ergab sich im Geruch ein wunderbares fruchtiges Aroma. Im Geschmack war es sehr vollmundig und auch recht süß. Die Bittere hätte etwas mehr ausgeprägt sein können. Wir hoffen, dass es gut abschneiden wird.

Milk-Porter von Sascha

Sascha brachte uns ein Milk-Porter mit. Dieses Bier wurde mit der Intention gebraut einem Milchkaffee zu ähneln. Es schmeckte sehr malzig, süß und wenig röstig, was nichts negatives bedeuten soll. Die Zugabe von Lactose machte das Bier sehr cremig, so dass es tatsächlich an einen Milchkaffee erinnerte. Vielen Dank dafür!

Rieslong von Michael

Michael brachte uns ein Hybrid zwischen seinem Schäselong (Bière de Garde) und einem Riesling Most von der Mosel. 40 l des Bieres wurden mit 20 l des Mostes zusammen vergoren. Es lagerte jetzt schon seit 3 Monaten in der Flasche. Im Geschmack ging das Bier etwas unter und der Wein überwiegte. Dies lag wahrscheinlich an der dominanten Weinhefe. Ein wenig Bubblegum war im Geschmack ebenfalls wahrnehmbar, welches dem Bier aber nicht schlecht bekam. Ein wirklich gelungenes Experiment!

Barley Wine von Heiko

Ein Barley Wine, aus September 2018, 28°P, 2/3 mit der Nottingham und 1/3 mit einer Weinhefe (der CY17) vergoren. Nach drei Tagen wurden die beiden Sude mit den verschiedenen Hefen zusammengeführt und bis zu einem Alkoholgealt von 12,0 % ausgegoren. Das Bier war nun schon sehr klar, hatte allerdings keine Schaumkrone. Auch bei diesem Bier überwog die Weinhefe und verlieh dem Bier fruchtige Weinaromen, die von einem runden Malzkörper gefolgt wurden.

Old Ale von Sebastian

Sebastian machte den Abschluss mit einem gut gereiften Bier. Die Schüttung bestand bei diesem Bier anteilig aus 17 % Carared und 4 % Whiskymalz. Nach der Gärung lagerte es für eine Woche auf Holzchips, die zuvor in Whisky eingelegt waren. Aufgrund der Eineinhalbjährigen Lagerung schmeckte es wohl nach Pflaumen und Rosinen. Daher und aufgrund des Alkoholgehalts von 9 %, passte der Name „Winter Warmer“ sehr gut.  

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Zweiter Geburtstag des CCC mit Taptakeover der Kölner Bierhistoriker

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Kölner BIerhistoriker vor dem Stand im CCC beim Taptakeover.

Kölner Bierhistoriker im CCC

Am Samstag feierte die Craftbeer Corner Cologne ihr zweijähriges Bestehen. Hierzu gab es neben den üblichen 15 Taps fünf Biere, die eigens der Mitglieder der Kölner Bierhistoriker gebraut wurden. Weiterhin schenkte unser Vereinsmitglied Michael auf der Terrasse ein Glühbier aus der Mikrobrauerei im Heinenhof aus. Die positiven Rückmeldungen der zahlreichen Besucher, leckere Burger von Karl Hermann’s und die musikalische Begleitung der „Jazzimilators“ machten diesen Abend zu einem ganz besonderen. Wir wünschen dem CCC alles Gute und bedanken uns für das Vertrauen.

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Webpräsenz runderneuert

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Nach knapp fünf Jahren wirkte die Website der Kölner Bierhistoriker auch unabsichtlich ziemlich historisch. Zum Geburtstag gab es deswegen nun eine Genralüberholung. Neues Design, Forum ausgelagert in Hobbybrauerforum, leere Kategorien entschlackt.
Bei der Optik alleine soll es nicht bleiben. Hinter den Kulissen wurde in den letzten Jahren viel an unserer Sache gearbeitet – aber leider wenig präsentiert.

Auf die nächsten fünf Jahre historischer Rezepte, guter Biere und vielen neuen Inhalten auf der Website!

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Bierverkostung am 17.01.2019 im CCC

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1. Deutsches Pils von Ricardo

Ricardo machte den Anfang mit seinem deutschen Pils, welches den zweiten Platz bei der Clubmeisterschaft erreichte. Hierzu noch einmal herzlichen Glückwunsch! Optisch war es stiltypisch klar, stroh-gelb in der Farbe mit stabilem weißem Schaum. Im Geschmack strohig, vielleicht etwas malzig süß und im Abgang grasig. Die Bittere erschien stiltypisch gut eingebunden. Es erinnerte leicht an ein Münchner Helles, war jedoch ein absolut solides Beispiel für diesen schwierig zu brauenden Bierstil.

2. Irish Red Ale von Philipp

Philipp braute dieses Bier nach dem Rezept #39 von Brewdog (Alpha Dog). Nach nur 25 min Kombirast bei 65°C war das Bier Jodnormal. Die Farbe war bernstein- bis kupferfarbend. Etwas rötlicher hätte es sein können. Das leichte Bier mit 4,5% Alkohol schmeckte malzig, schlank, wies wenig Hopfenaroma auf und kam mit einer stabilen Schaumkrone daher. Jemand der Verkoster sagte zu diesem gelungenen Beispiel: „hat etwas von Kilkenny.“

3. Roggenweizen von Ricardo

Weiter ging es mit einem Roggenweizen von Ricardo, welches sich während des Brauprozesses 15 Stunden Zeit ließ, da es sehr langsam läuterte. Die Erscheinung war weizentypisch trüb, mit wunderbarer langanhaltender Schaumkrone. Auch der Geruch erschien stiltypisch bananig, was wohl der Wyeast 30/68 anzurechnen war. Der Aufwand lohnte sich für dieses wohlschmeckende Weizenbier. Biersommelier Michael B. würde sich freuen, es auf dem Cologne Craft Beer Festival im Mai vom Fass trinken zu können.

4. American IPA von Sebastian L.

Der erste Platz der Clubmeisterschaft in der Kategorie American IPA. Herzlichen Glückwunsch! Die amerikanische Hopfen Chinook, Ahtanum, Simcoe, Nelson Souvin und Cascade brachten ein wunderbares Früchtearoma in das Bier, welches an Aprikosen erinnerte. In der Schüttung verwendete Sebastian Golden Promis Malz aus Schottland und Haferflocken. Die Wyeast 10/56 vergor klar und verlieh dem Bier einen schlanken Körper. Mit 5-6 g/l wurde am Ende gestopft.

5. American IPA von Philipp

Unmittelbar im Anschluss verkosteten wir den zweiten Platz der Clubmeisterschaft. Auch hierzu sagen wir herzlichen Glückwunsch! Philipps bernsteinfarbenes Bier hatte etwas weniger stark ausgeprägtes Hopfenaroma als sein Vorgänger. Er verwendete Perle als Bitterhopfen, Cascade und Simcoe für das Aroma. Vergoren wurde mit der US-05. Da Philipp den Sud teilte und die andere Hälfte mit der Wyeast 10/56 vergor, konnten wir auch dieses zeitgleich testen. Das eingereichte mit der Trockenhefe erlangte allerdings von den Trinkern mehr Zuspruch.

6. American IPA von Markus K.

Als seinen fünften Sud präsentierte Markus uns sein IPA, welches er für den Wettbewerb in Romrod im März gebraut hat. Auch hier kamen die Hopfen Chinook, Cascade und Simcoe zum Einsatz. Mit 5 g/l wurde gestopft und mit der US-05 vergoren. Anfangs überlegten die Tester, ob es eher ein englisches IPA geworden ist. Dies wurde allerdings verneint, je mehr man davon trank. Für das fünfte Bier ist es wirklich gut gelungen. Wir sind gespannt, welche Chancen es in Romrod hat.

7. Rheinische Felder von Michael

Michael brachte uns sein Double IPA mit, welches schon ein ¾ Jahr auf dem Buckel hat. Er stopfte es 12 Tage und dann noch einmal nach sieben Tagen. Dies entfachte die Diskussion, ob ein Double IPA seinen Namen durch das doppelte Stopfen, oder durch den höheren Alkoholgehalt erhält. Michael war der Meinung, dass doppelte Stopfen wäre ausschlaggebend. Ein zufriedenstellendes Ergebnis gab es an diesem Abend leider nicht. Jedenfalls schmeckte Michaels IPA auch nach der langen Lagerung gut ausgewogen und wies ausreichend Hopfenaroma auf.

8. Vollbier von Detlef

Detlef wollte gern seinen Keller aufräumen und brachte uns ein Vollbier von Ende 2017 mit. Ein mit 100% Wiener Malz gebrautes Bier, mit Spalter Select moderat gebittert und mit der Wyeast Kölsch vergoren. Das Bier erschien leider unfassbar trüb und wies kaum Farbe auf. Der Geschmack erinnerte an Maggi oder könnte modrig beschrieben werden. Dies könnte am Alterungsprozess liegen (Autolyse). Oxidiert war es jedoch nicht. Wir gehen davon aus, dass es frisch besser schmeckte.

9. New World IPA von Detlef

Mit einem lauten „Plopp!“ öffnete sich die Bügelverschlussflasche und das Bier sprudelte auf den Tisch. Ein Bier aus März 2017. Mit den Hopfen Green Bullet und Weimea und der BRY-97 vergoren. Neben Oxidationsgeschmäckern wies es leider auch ein wenig Geschmack nach Pappe auf. Ansonsten erinnerte es an einen Barley Wine. Vielleicht war auch dies nicht das richtige Bier um es lang zu lagern

10. Barrel Aged Stout von Heiko

Zum Abschluss gab es ein knapp ein Jahr altes Stout von Heiko, das seit dem im Keg lagerte. Gebraut mit 17% Röstmalzanteil war es extrem schokoladig. Mit nur 6,0 % Alkohol war es allerdings trocken und wies wenig Restsüße auf. Seit etwa drei Wochen lag es auf Holzchips, die in Rotwein getränkt wurden. Der Holzcharakter kam spät im Nachtrunk dezent durch. So ergab sich ein gutes Zusammenspiel zwischen Malzcharakter und Zusätzen. Am 26.01.2019 soll es dies dann beim zweijährigen Geburtstag des CCC geben. Mal sehen wie es ankommt.