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Prague Homebrewing Competition 2019

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Eine kleine Delegation der Kölner Bierhistoriker reiste im Oktober nach Tschechien zur Prague Hombrewing Competition 2019, um als Judges zu fungieren. Zu der nach BJCP-Richtlinien und daher unentgeltlich organisierten Veranstaltung durch den Hobbybrauer Arnaud, kamen mit ihnen 40 Judges aus Tschechien, Europa und sogar der USA, um die über 100 eingereichten Biere in den Kategorien Czech Premium Lager, Witbier, Berliner Weisse, American Pale Ale, Brett Beer und Baltic Porter zu bewerten. Neben dem Wettbewerb stand der Austausch der Hobbybrauer und Judges der verschiedenen Nationen im Vordergrund. So konnten Kontakte geknüpft, interessante und hilfreiche Gespräche rund um Themen wie Brauen und BJCP geführt und einfach ein interessanter Nachmittag verbracht werden.

Abends fand die Siegerehrung statt, bei der unser Mitglied Frank den ersten Platz in der Kategorie Brett Beer, mit seinem 1,5 Jahre altem Belgian Brett IPA erreichen konnte. Auch in der Kategorie Berliner Weisse ging der erste Platz nach Aachen. Hierzu, und allen anderen Gewinnern, sagen wir herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank an Arnaud und sein Team für die freundliche Gastfreundschaft und die tolle Organisation der Veranstaltung!

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Teilnahme der Kölner BIerhistoriker bei der 5. Schwelmer Brauschau

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Am 28. September 2019 fand die 5. Schwelmer Brauschau, ausgerichtet vom Verein für Erhalt und Förderung Schwelmer Brautradition e.V., statt. Hier trafen sich 20 Hobbybrauer um die Gäste, die aus dem Bekanntenkreis der Aussteller zusammenkamen, ihre eigens entworfenen Kreationen zu präsentieren. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der Bewirtung durch das „L.A. Diner“ und der Band „Rocking Bow Ties“.

Die Kölner Bierhistoriker hatten ein Heather Ale dabei. Dieser historische, schottische Bierstil ist heute kaum noch zu finden. Früher verwendeten die Schotten das zuhauf vorhandene Heidekraut (siehe Foto), um ihrem Bier Geschmack zu verleihen. Unser Mitglied Sebastian lernte das Original in einem Schottlandurlaub kennen und braute es auf der heimischen Anlage nach. Es am bei den Gästen hervorragend an und bot interessanten Gesprächsstoff. Außerdem bracht Sebastian ein Imperial Porter namens Black Panther mit. Dies wohlschmeckende Dunkelbier entfaltete nach sieben monatiger Lagerzeit wunderbare Aromen. Unser Mitglied Heiko brachte ein NEIPA mit, welches mit neuseeländischen Hopfensorten mehrfach gestopft wurde. Dieses Bier konnte beim Publikumspreis den 2. Platz erreichen.

Wir danken für diese gelungene Veranstaltung und sind gern im nächsten Jahr wieder dabei.

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Bierverkostung am 12.08.19 in der Craftbeer Corner Coeln

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1. Weizen von Jürgen B.

Jürgen B. besuchte zum ersten Mal den Stammtisch und bereicherte uns mit seinem Weizen. Im Mai dieses Jahres begann er mit dem Heimbrauen in der Einkocher-Klasse. Die klassische Schüttung bestand zu jeweils 50 % aus Pilsener- und Weizenmalz. Gebittert wurde mit Hallertauer Blanc und vergoren mit der K-97. Das Bier war weizentypisch trüb, roch leicht schweflig, sauer und etwas brotig. Es war sehr gut Trinkbar, süffig und somit ein schönes Sommerbier. Es American Wheat Ale zu nennen, wäre aber sicher auch nicht verkehrt gewesen.

2. Weizen von Markus K.

Markus brachte uns ein Weizen mit, welches er schon im Februar braute und schon einmal in dieser Runde kredenzte. In diesem fanden sich 55 % Weizen-, 35 % Pale Ale und 10 % Caramalz wieder. Vergoren mit der Gozdawa Bavaria Wheat. Es roch leicht nach Banane und ein wenig säuerlich. Das Mundgefühl war stark von prickelnder Kohlensäure geprägt, welche sehr erfrischend wirkte. Ebenfalls ein wohlschmeckendes Sommergetränk.

3. Wiess von Sascha

Saschas Wiess mit dem Namen „Mühlenbach“ wies eine stilechte goldgelbe Farbe, leichte Trübung und eine weiße Schaumkrone auf. Gehopft wurde mit Jarillo aus den USA und mit der K-97 vergoren. Es roch etwas brotig oder getreidig – andere Tester nahmen Haselnuss wahr – war süffig und daher sehr gut trinkbar. Im Abgang wies eine leichte Süße auf, die zum weitertrinken anregte.

4. Pale Ale von Ricardo

Ricardo brachte uns zwei Pale Ales nach amerikanischer Art mit, die wir nacheinander verkosteten. Die Unterschiede der beiden Biere lagen im Hopfen und an der Wasseraufbereitung. Dieses wurde mit Amarillo, Citra und Callista im Februar gebraut. Das Hopfenaroma war gut in das Gesamtkonzept des Biers eingebunden. Ebenso wurde die Bittere gut von der Malzsüße aufgenommen. Dem weichen Mundgefühl hätte vielleicht ein wenig mehr Kohlensäure folgen können, um es spritziger erscheinen zu lassen. Alles in allem aber ein gutes Bier von dem man auch gerne eins mehr trinken kann.

5. Pale Ale II von Ricardo

Dieses Bier war erst gut sechs Wochen alt. Im Vergleich zum ersten wurde es mit Amarillo, Simcoe und Galaxy gebraut und das Brauwasser wurde deutlich mehr aufgesalzt. Es schmeckte eher nach Grapefruit, also ging es in die säuerliche und nicht in die süße Richtung, wie das erste. Es wies einen nachhängenden bitteren Geschmack auf, die möglicherweise durch den hohen Sulfatanteil im Brauwasser zustande kommt. Die Tester waren geteilter Meinung, welches ihnen besser schmeckte, da sie wirklich nah beieinander lagen.

6. Grimbergen Dubbel Clone von Ricardo und Heiko

Ein Bier, gebraut am 19.06.2014. Die lange Lagerung brachte durch die Oxidation ein komplexes Bouquet an verschiedensten Aromen mit sich. Es vielen Beschreibungen wie Cherry, Honig, Rosine, Mandel und Marzipan. Dazu kam ein äußerst voller, süßer Körper. Im Gegensatz zu Zeiten, an denen es noch frisch war, war es ein wenig heller geworden und natürlich gut geklärt. Vergoren wurde das Bier damals mit der Maitre Brasseur von der Malzwerkstatt und hatte einen Alkoholgehalt von 6,8 % vol. Den Testern hat es jedenfalls sehr gut gefallen.  

7. Wheat Wine von Theo

Zu guter Letzt gab es einen zweifach gemaischten Wheat Wine mit 50 % Weizenmalz in der Schüttung. Durch dieses Verfahren kam Theo auf eine Stammwürze von 21 °P. Fermentiert wurde mit der Danstar Abbey und für den letzten Feinschliff kam noch die Mangrove Jack’s Belgium Tripel hinterher. Es roch stark rauchig, alkoholisch und phenolisch. Der volle Körper brachte ein extrem klebriges Mundgefühl mit sich. Das Bier war gerade einmal vier Monate alt. Eine lange Lagerung wäre bei diesem 9,1 % Bier sehr ratsam, damit sich der Alkoholgeschmack auslagert. Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt. 

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3. Vereinstreffen der Kölner Bierhistoriker

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Die Kölner Bierhistoriker trafen sich am 29.07.2019 in der Crafteer Corner Coeln um vereinsinterne Dinge zu besprechen. Zunächst stellten wir Philipp in der neuen Funktion als Vorstandsmitglied vor. Er übernimmt die Aufgaben des Kassenwarts. Weitere Themen waren anstehende Termine und Teilnahme an Brauschauen. Wie immer wird das Besprochene im Forum für alle Vereinsmitglieder veröffentlicht. Verkostet wurde natürlich auch:

 

 

1. Saison von Philipp

Philipps Saison wurde mit der Mangrove Jack‘s French Saison bei 28 °C vergoren. Es wies eine fruchtige Säure auf, war schön leicht, trocken und schlank im Abgang. Anfangs erinnerte es ein wenig bananig und erinnerte daher an ein Weizenbier. Durch den süffigen Gesamteindruck war es ein wunderbares Sommerbier.

 

 

 

 

 

2. Kölsch von Philipp

Ein Wiess mit Tettnanger und Saphir. Vergoren mit der klassischen Wyeast 25/65. Die Tester empfanden es etwas zu mild im Abgang – es hätte vielleicht ein paar IBUs mehr vertragen können. Durch die gute Trinkbarkeit allerdings ebenfalls ein wunderbares Sommerbier.

 

3. NEIPA von Sascha

Sascha wählte eine klassische Schüttung mit 15 % Haferflocken- und 10 % Weizenanteil. Als Hopfen kamen Chinook, Amarillo, Cascade und Callista zum Einsatz. Interessant war, dass Sascha den Sud nicht kochte, um es trüb zu halten. Dies gelang auch. Beim ersten riechen kam einen ein volles Zitronenaroma entgegen. Auch durch große Mengen Stopfhopfen während der Gärung, erschien das Bier nicht bitter. Vielleicht würde ein wenig kochen doch mehr Geschmack bringen. Durchaus war es aber ein gutes und spannendes Experiment.

 

 

4. Brut IPA von Sebastian

Sebastian präsentierte uns seinen 1. Testsud für die 3. Hobbybrauermeisterschaft in Stralsund. Der zu 17% aus Rohfrucht bestehenden Maische hinzugefügte Enzyme drückten den Restextrakt auf 0,1 Grad Plato. So erhielt er bei 12,5 °P Stw. einen Alkoholgehalt von 7%. Diesen schmeckte man jedoch nicht. Leider war das Hopfenaroma schon etwas durch die Lagerung verflogen. Zusammengefasst war es ein wunderbar trockenes Sommerbier.

 

5. IPA von Volker

Volkers IPA wurde mit Callista und Cascade gebittert. Für die Gärung benutze er die 4k OG Hell einer ostdeutschen Firma. Es wies leider wenig Schaum auf, war allerdings sehr ordentlich karbonisiert. Im Geruch und Geschmack waren Noten von Steinobst oder Pfirsich vorhanden. Alles in allem war es ein süßes Bier mit guter Trinkbarkeit.

 

6. Gewürzbier von Sascha

Ein Bier, welches für das letzte Weihnachtsfest gebraut wurde. Es hatte sich mit der Zeit sehr gut geklärt und brachte eine rubinrote Farbe hervor. An Gewürzen gab Sascha Zimt, Nelke und Cardamon dazu. Leider war die Dosierung der Nelke mit 4g auf 10 l etwas hoch gewählt. Der Nelkengeschmack überdeckte den Malzkörper und kam auch im Nachtrunk sehr stark durch. Die lange Lagerung tat dem Bier sicher gut, aber Nelke sollte man vorsichtig dosieren. Zu späterer Stunde aber auch im Sommer ein gutes Bier.

 

7. Imperial Cream Stout von Heiko

Neben zehn Malzsorten in der Schüttung kamen beim Kochen noch Mascobado- und Birkenzucker hinzu, und schließlich nach der Gärung 5 Tonkabohnen auf 27 l und 25 g/l Cacao Nibs hinzu. Die Bittere wurde bewusst niedrig gehalten (40 IBU) um die Süße noch mehr in den Vordergrund zu rücken. Dies gelang auch. Es schmeckte sehr intensiv nach dunkler Schokolade und wies eine sehr hohe Restsüße auf. Neben den vielen hellen Bieren im Sommer passte es sehr gut zum Abschluss.0

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Bierverkostung am 13.06.19 in der Braustelle

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1. Pale Ale von Jason

Jason besuchte uns das erste mal beim Stammtisch. Er stammt aus Kanada und braut dort schon seit 15 Jahren hobbymäßig. Dieses Pale Ale war der erste Sud, den er in Köln braute. Die Schüttung wurde mit etwas Best Red X und Sauermalz aufgewertet. An Hopfen kamen Caleia, Barbe Rouge, Ella und Green Bullet zum Einsatz. Die US-05 vergor das ganze zu einem soliden Pale Ale, welches sehr malzig schmeckte und dezent in der Hopfenaromatik daher kam.

2. Himbeer-Wit von Sascha

Ein Himbeer-Wit namens „Pink Marie“, welches auf der Bonner Brauschau sehr gut ankam. Es wurde mit Weizenrohfrucht eingemaischt, dezent auf 15 IBU gehopft und nach der Gärung mit 1 kg Himbeeren und einer Tonkabohne pro 10 l Bier gestopft. Von dieser kam im Geschmack recht wenig durch, unterstrich jedoch den spritzig-fruchtigen Geschmack der Himbeeren sehr gut.

3. Wiess von Sebastian

Sebastian braute schon häufiger Wiess, jedoch verwendete er bei diesem Sud die „G03 Dieter“ von Imperial Yeast. Diese gefiel Sebastian nur bedingt, da im Geruch einige Mandel- oder Caramelfruchtester wahrgenommen werden konnten. Allerdings schmeckte es ihm und seine Freunden trotzdem gut auf dem Rock am Ring-Festival.

4. Pale Ale von Marks K.

Ein sehr frisches Pale Ale, welches Markus vorher noch nicht probiert hatte. Die Schüttung bestand aus 50/50 Pale und Münchner Malz. Gebittert wurde mit Magnum, fürs Aroma kam der Spalter Select zum Einsatz. Die M44 vergor die Würze auf 5,7 % vol. Der Geruch war leicht säuerlich und erinnerte an Erdbeere. Für ein ausgewogenes Bier fehlte allerdings die Reifung. Wir sind gespannt, wie es sich mit der Zeit entwickelt.

5. Red Ale von Heiko

Heiko brachte uns als nächstes ein Red Ale mit. Die Schüttung bestand neben Münchner -, zu 30 % Red X und 20 % Pale Ale Malz. Für die 28 IBU kam amerikanischer Sabro und fürs Aroma Centennial hinzu. Vergoren wurde mit der W306 von Weihenstephan, die ein ausgesprochen sauberes Vergärungsprofil aufwies. Es roch lecker nach Brot und Pinie. Im Geschmack waren Melanoidine vom Malz wahrnehmbar. Ein gut trinkbares Bier für Sommer und Winter.

6. Amber Ale von Sascha

Den Abschluss machte Sascha mit seinem Amber Ale, welches mit Amarillo (VWH) und Callista eingebraut wurde. Für die Malzsüße sorgten Cara Amber Malz und Melanoidinmalz. Die gestopften Aromen vom Callista gingen leider etwas unter. Es schmeckte rund, leicht und recht trocken. Von der Farbe her hätte es auch noch als Pale Ale durchgehen können. Es schmeckte aber sehr ausbalanciert und war gut trinkbar.

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Teilnahme der Kölner Bierhistoriker auf dem Craft Beer Festival Cologne

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Am 25. & 26.05.2019 traten die Kölner Bierhistoriker auf dem Craft Beer Festival Cologne in Köln-Mühlheim auf. Neben einigen Brauereien aus Europa und weltweit bekannten Brauereien der Craft Beer-Szene konnten sich über 3000 Gäste am Stand des Vereins über sieben verschiedene Biere, die alle von Mitgliedern zu Hause gebraut wurden, erfreuen. Die Stile reichten vom historischen Farmhouse Ale oder dem Gagel-Bier, welches mit eigens angebautem Gagel gewürzt wurde, über modern interpretierte IPAs und dunklem deutschen Porter, bis hin zu Frucht- und Sauerbieren. Wichtig war dabei der Erfahrungsaustausch über Rezepturen, Rohstoffe und das Näherbringen der Heimbraukünste an das Publikum.

Am meisten erstaunte die Gäste, mit welch teilweise einfachen Mitteln sehr interessante und ihnen bisher unbekannte Geschmäcker, in ein Bier gebracht werden können. Gezielt kamen die Gäste auf die Kölner Bierhistoriker zu, um die Geschichte des Biers und in welcher Art vor der Industrialisierung gebraut wurde, in Erfahrung zu bringen. So konnten die Vereinsmitglieder ihr Wissen weitergeben und auch gleichzeitig ihre heimgebrauten Kreationen verkosten lassen. Gerade das historische Gagel-Bier war hier ein schönes Anschauungsbeispiel, da das Kraut auch in seiner Reinform zur Veranschaulichung am Stand präsentiert wurde. Gagel wurde im Mittelalter zur Würzung des Biers hinzugegeben und ersetzte den Hopfen, der damals noch nicht bekannt war.

Wir danken unserem Mitglied Michael Busemann für die Organisation dieses sehr gelungenen Wochenendes und freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

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Bierverkostung am 16.05.19 in der Craftbeer Corner Coeln

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     1.   Wit von Markus K.
 
Markus machte den Anfang mit einem belgischen Wit, das er zum ersten Mal braute. Bei der Münsteraner Brauschau stellte er das Bier aus. Die Maische bestand aus 45% Weizenrohfrucht. Beim Kochen kamen Koriander und Orangenschalen dazu. Vergoren wurde das Bier mit der K-97. Es schmeckte sehr frisch, im Antrunk fruchtig und Wit-typisch leicht pfeffrig im Abgang. Ein schönes Bier für warme Sommertage.

 

 

     2.  Weizen von Philipp

Philipp brachte uns ein sehr frisches Weizen nach amerikanischer Brauart mit, welches er mit 30 Maracujas und 500g Himbeern auf 30 l stopfte. Im Geruch kamen die Maracujas sehr gut durch. Im Nachklang trugen die Himbeeren ihren Teil zum Geschmack bei. Es war nicht zu säuerlich. Somit war es ebenfalls ein wunderbares Bier für den Sommer.

     3.  Altbier von Rolf
 
Rolfs Altbier bestand aus 50% Münchner, gerösteten Haferflocken, Caramalzen und 1,5% dunklen Malzen. Außerdem gab Rolf noch ein wenig Gagel und Muscovado Zucker hinzu. Gebittert wurde mit Tettnanger, fürs Aroma kam Mosaic und Cascade als Anlehnung an das Schuhmacher Alt zum Einsatz. Das Bier war sehr stilecht, rund und malzbetont süß. Wirklich gelungen.
 
     4.  Dunkles Weizen von Sascha
 
Sascha präsentierte uns ein dunkles Weizen. In der Schüttung, die zur Hälfte aus Weizenmalz bestand, befanden sich außerdem noch Sauermalz, um die Restalkalität zu senken, und etwas Carafa II. Vergoren wurde typisch mit der 3068 auf etwa 5,0 % Alkohol. Das Bier schmeckte sehr ausgewogen, süffig, mit leichten Bananen Aromen. Schlicht weg ein tolles, dunkles Weizen.

     5.  Milk-Stout von Sebastian

Sebastian machte mit einem Milk-Stout weiter, das nach dem Rezept Namens „Sweet Dream“ von maischemalzundmehr.de, gebraut wurde. Beim Kochen kamen 30 g/l Milchzucker hinzu, um es zu versüßen. Dies ist ihm sehr gelungen. Der leichte Röstgeschmack wurde durch eine prägnante Süße abgelöst. Ein sehr gelungenes Bier.

     6.  NEIPA von Heiko

Um den Abschluss dieser Verkostungsrunde zu finden, gab es noch ein IPA im New England Style. In der Schüttung kamen 15% Haferflocken und 10% Weizenmalz hinzu. Als Hopfen benutzte Heiko 100% Southern Passion aus Süd Afrika. Während der Hauptgärung wurde mit 6 g/l, und im Keg noch einmal mit 12 g/l gestopft. So kamen tropische Aromen wie Maracuja und Melone sehr gut durch. Durch die große Menge an Kalthopfen, wurde es aber deutlich bitterer, als erwartet. Mittlerweile hat sich das Bier schon recht gut geklärt, so dass es von der Erscheinung her eher an ein Double IPA erinnert. Bei der Münsteraner Brauschau erreichte es Platz 13. Da es das bitterste Bier des Abends war, fand die Runde so einen eindrucksvollen Abschluss.

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Teilnahme an der 7. Münsteraner Brauschau

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Am Samstag, dem 11.05.2019, nahm eine kleine Delegation der Kölner Bierhistoriker an der 7. Brauschau in Münster teil. Viele teilnehmende Hobbybrauer kamen aus dem Münsterland und Ruhrgebiet, so dass wir die weiteste Anreise für uns verzeichnen konnten. 

Für die rund 300 Gäste gab es etwa 70 verschiedene Biere zu probieren. An unserem Stand freuten sich die Besucher über ein Belgisches Witbier, das mit Orangendeko serviert wurde, über ein malzsüßes Red Lager und ein fruchtiges New England IPA. Den während der Veranstaltung laufenden Wettbewerb, für den die Gäste als Juri fungierten, entschieden die Hobbybrauer „Duesbräu“ mit einem Imperial Stout für sich.

Während der Veranstaltung nutzen die Gäste die Zeit, viel über das Thema Bier zu erfahren und zu lernen. Es war, sowohl für die Gäste, als auch für die Aussteller, wie immer eine gelungene Veranstaltung. Unser großes Dankeschön geht an die Organisatoren der Braufreunde Münster.

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2. Vereinstreffen der Kölner Bierhistoriker

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Am 03.05.2019 trafen sich die Kölner Bierhistoriker in der Craftbeer Corner um ihr zweites Vereinstreffen abzuhalten. Wie auch beim letzten Treffen ging es inhaltlich um die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen wie der Brauschau in Münster (11. Mai) und dem Craft Beer Festival Cologne (25.&26. Mai). Im Detail ging es um Gestaltung der Ausstellerstände und die Beschaffung der dafür benötigten Materialien. Ferner ging es um eine grobe Jahresplanung für 2020. Außerdem wurden heimgebraute Biere verkostet.

1. Kölsch von Philipp

Philipp machte den Anfang mit einem Kölsch, für das er zum ersten Mal ein eigenes Rezept entwickelte. Er hielt sich an die Stilvorgaben von 11,9 °P und 5,1 % Alkohol. Vergoren wurde es mit der Wyeast Kölsch Hefe. Es wurde etwas untypisch mit Nelson Souvin gehopft, wies dadurch aber ein angenehm fruchtiges Aroma auf. Ein schönes Bier für den Einstieg.

2. Pale Ale von Philipp

Mit Philipps zweitem Bier läuteten wir auch direkt die Pale Ale-Runde, denn von diesem Bierstil sollten noch einige folgen. Sein Pale Ale braute er nur mit dem El Dorado Hopfen aus den USA und stopfte das Bier auch mit diesem 4 g/l. Es roch interessant nach Mandarine, schmeckte etwas nach Minze oder salbei-ähnlich. Für einen Tester wies es auch ein wenig Diacetyl auf. Insgesamt ein schönes Bier für warme Sommertage.

3. Pale Ale von Oliver

Oliver braut noch nicht sehr lange auf seiner Anlage und nutzte diesen Sud, um seinen Brauprozess besser einzustellen. Sein Bier stellte er auf 13 °P und 27 IBU ein. Der Comet Hopfen kam auch im Whirlpool zum Einsatz. Der optische Eindruck war schön klar, mit beständiger Schaumkrone. Im Geschmack wies es leider einen metallischen oder pflasterartigen Fehlgeschmack auf, dessen Ursprung wir auch durch intensives Forschen nicht feststellen konnten. Der Geschmack war aber sicher eine Ausnahme. Nur weiter so, Oliver!

4. Pale Ale von Nina

Nina präsentierte uns ihr erstes Bier auf ihrer selbstgebauten Anlage, die sie in ihrer Waschküche aufgestellt hat. Bereits im November 2018 gebraut, wies das Bier heute noch ein angenehm malziges Aroma auf. Der Hopfengeruch war leider schon fast verflogen. Es schmeckte außerdem aufgrund der Lagerung ganz leicht oxidiert. Es war ein gutes, rein vergorenes Bier mit einer guten Drinkability.

5. Pale Ale von Heiko

Ein Pale Ale, welches Heiko mit Mosaic bitterte und die Hopfen Styrian Caleia und Kolibri für das Aroma einsetzte. Während der Hauptgärung stopfte Heiko es mit jeweils 3 g/l der Aromahopfen. Daher roch es angenehm fruchtig nach Ananas und Maracuja. Im Geschmack kamen leichte grasige Noten durch, die allerdings nicht als störend empfunden wurden. Im Abgang war es recht trocken. Vergoren wurde mit der WLP001. Durchaus ein schön fruchtiges Sommergetränk.

6. Red Ale von Ricardo

Ricardo braute dieses Bier mit vollentsalztem Wasser, welches er dann wie gewünscht wieder aufsalzte. Die Schüttung aus halb Pale Ale Malz und halb Red X lies das Bier schön rötlich erscheinen. Die Wyeast 1084 Irish Red legte schon nach drei Stunden mit der Gäraktivität im Unitank los. Das Bier wies etwas zu wenig Kohlensäure auf, schmeckte aber angenehm malzig mit einer ausgewogenen Bittere und einem reinen Vergärungsprofil. Wir sind gespannt, wie es auf dem Craft Beer Festival Cologne in Mühlheim ankommen wird.

7. Red Ale II von Ricardo

Zum Test präsentierte uns Ricardo das zuvor getrunkene Red Ale noch einmal ohne die Tester einzuweihen, was er bei diesen Flaschen verändert hatte. Beim Abfüllen aus seinem Unitank ließ er das Bier durch 22 g Mosaic fließen. Die Tester waren sich einig, dass das Bier dadurch einen runderen, fruchtigeren Geschmack bekam und nicht so